Sehen Sie im Video: Flüge zur Evakuierung aus Kabul wieder aufgenommen.

Satellitenbilder vom Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul, aufgenommen am Montag. Auf dem Rollfeld sind deutlich Menschen zu erkennen, die versuchen einen Platz in einer Maschine zu bekommen, um das Land zu verlassen. Nach Aussagen von Sicherheitsbeamten vom Dienstag ist das Rollfeld mittlerweile wieder frei. Militärflugzeuge hätten mit dem Ausfliegen von Diplomaten und Zivilisten aus Afghanistan begonnen. Auch eine Bundeswehrmaschine, die in Kabul gelandet war, hat laut Verteidigungsministerium den Flughafen wieder verlassen. Sie sei auf dem Weg nach Taschkent. Vor Ort seien Sicherungskräfte der Bundeswehr verblieben, um weitere Evakuierungsflüge vorzubereiten. Noch am Montag hatten sich am Flughafen von Kabul chaotische Szenen abgespielt. Teilweise wurde das Rollfeld von panischen Menschen mit dem Ziel gestürmt, einen Platz in einer Maschine zu ergattern. Dabei kamen nach Augenzeugenberichten mindestens fünf Menschen ums Leben. Unterdessen verteidigte US-Präsident Joe Biden seine Entscheidung, die US-Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Das Ziel der USA in Afghanistan sollte nie der Aufbau eines Staates sein, sondern der Kampf gegen den Terrorismus, sagt er in einer Ansprache. Dies sei seit Jahren sein Standpunkt. Das afghanische Militär habe nun kaum Widerstand gegen die Taliban geleistet. „Amerikanische Truppen können und sollten nicht in einem Krieg kämpfen und sterben, den die afghanischen Streitkräfte selbst nicht zu kämpfen bereit sind“, sagte Biden. Der UN-Sicherheitsrat hat nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan zu einem sofortigen Ende der Gewalt aufgerufen. Zugleich sollten Verhandlungen über die Bildung einer neuen, gemeinschaftlichen und repräsentativen Regierung beginnen, der auch Frauen gleichberechtigt angehören, heißt es in einer Erklärung. Der Schutz aller Afghanen und internationalen Bürger müsse gewährleistet sein. Weder die…