Die Zahl der Minijobber in Deutschland ist zum Sommeranfang wieder stark angestiegen. Grund dafür ist die Lockerung vieler coronabedingter Einschränkungen, etwa im Gastgewerbe. Das teilte die Minijob-Zentrale in Bochum mit. So waren Ende Juni mehr als sechs Millionen geringfügig Beschäftigte in gewerblichen Berufen gemeldet, das sind rund eine halbe Million mehr als noch Ende März.

»Wir gehen davon aus, dass sich die Zahl der Minijobber weiter erhöhen wird«, sagte Heinz-Günter Held, Geschäftsführer für die Minijob-Zentrale bei der Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. In vielen Bereichen würden aktuell dringend Minijobber gesucht. Besonders deutlich sei der Anstieg im Gastgewerbe, das traditionell viele Minijobber beschäftige. Ende Juni 2021 waren in Hotels, Restaurants oder Eissalons fast 587.000 geringfügig Beschäftigte in einem Arbeitsverhältnis – ein Plus von 63,6 Prozent gegenüber Ende März.

Mehr Putzhilfen, Babysitter und Gärtner

Auch in den Privathaushalten ist laut Minijob-Zentrale mit dem Rückgang der Corona-Schutzmaßnahmen ein Anstieg der Beschäftigtenzahl zu verzeichnen. Da weniger Menschen Zeit zu Hause verbringen, brauchen sie auch wieder mehr Dienstleistungen. Ende Juni 2021 waren 291.103 Personen in Privathaushalten angemeldet, etwa als Putzhilfen, Babysitter oder Gärtner. Drei Monate zuvor waren es noch 284.000 Personen.

Die Corona-Pandemie hatte der Zahl der Minijobber im gewerblichen Bereich im Frühjahr auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2004 sinken lassen.