Nur wenige Tage nach dem schweren Erdbeben droht Haiti die nächste Katastrophe: Der Sturm »Grace« könnte bereits an diesem Montag den Karibikstaat erreichen.

In Haiti hatte am Samstag ein schweres Erdbeben Teile des Landes erschüttert. Zahllose Gebäude stürzten ein, darunter ein mehrstöckiges Hotel in der Stadt Les Cayes in der Nähe des Epizentrums, rund 160 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince.

Bis Sonntagabend wurden nach Behördenangaben knapp 1.300 Tote geborgen. Mehr als 5.700 Menschen sind verletzt, zahlreiche weitere noch vermisst. Rund 13.600 Gebäude wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes vollständig zerstört, 13.700 wurden beschädigt.

Starker Regen könnte die Bergungsarbeiten erschweren

Unter den Schuttmassen suchen Rettungskräfte weiter nach Verschütteten – bevor der Sturm den Regen bringt.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami in den USA gab nun eine kleine Entwarnung und stufte »Grace« von einem Tropensturm zu einem tropischen Tiefdruckgebiet herab. Es sagte aber heftigen Regen für Montag vorher.

Starker Niederschlag könnte die Rettungsarbeiten auf Haiti weiter beeinträchtigen. Und die vielen Menschen gefährden, die nach dem Beben kein Dach mehr haben, unter dem sie schlafen können.

Auch in den USA wird ein Sturm erwartet

Derweil zieht der Tropensturm »Fred« auf die Golfküste der USA zu. Besonders betroffen sind dem Nationalen Wetterdienst nach Teile der Bundesstaaten Alabama, Georgia und die Region Floridas, die »Panhandle« genannt wird, also Pfannenstiel. Dieser Landzipfel erstreckt sich an der Golfküste Richtung Westen. Auch Tallahassee, die Hauptstadt des Bundesstaates, liegt in diesem Gebiet.

Der Tropensturm »Fred« bewegte sich zuletzt mit einer Geschwindigkeit von etwa 19 Kilometern pro Stunde in Richtung der USA. Die Winde des Sturms erreichten Geschwindigkeiten von rund 64 Kilometern pro Stunde.

In der vergangenen Woche war der Sturm über Puerto Rico und die Dominikanische Republik gezogen.

Am Dienstag…