Sehen Sie im Video: Grünen-Politiker Baerbock und Fischer kritisieren Verfehlungen in der Afghanistan-Politik

HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Annalena Baerbock (Grüne), Kanzlerkandidatin: „Es geht um Stunden, es geht um Tage. Und die Nachrichten, die einen jetzt erreichen, dass eigentlich schon seit Wochen das Auswärtige Amt gewarnt worden ist, dass es zu dramatischen Situationen kommen wird, dass man die Botschaftsangehörigen, dass man die Ortskräfte evakuieren muss und nichts getan worden ist. Das zeigt, wie fatal es war, dass man vonseiten der deutschen Bundesregierung, des Auswärtigen Amtes die Augen vor der Realität verschlossen hat. Wir hatten bereits vor dem Beginn der Sommerpause im Deutschen Bundestag beantragt, Menschen zu evakuieren. Das ist nicht getan worden. Man hat es einfach negiert. Und deswegen ist es jetzt umso wichtiger, gemeinsam mit den anderen Nato-Partnern, gerade mit den Amerikanern, mit den Kanadiern, aber auch den europäischen Nato-Partnern klare Kontingente aufzulegen, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Und das betrifft vor allen Dingen auch die Ortskräfte und die Akteure, die die europäische Mission mit unterstützt haben. Wir als Europäer haben eine gemeinsame Verantwortung, dass EU-Institutionen, wenn es in Krisenfällen Unterstützung braucht, auch unterstützt werden. Und es kann nicht sein, dass sich jetzt die einzelnen Mitgliedstaaten, auch die deutsche Bundesregierung, nicht dafür verantwortlich fühlt, auch die Ortskräfte der EU-Mission mit aus Afghanistan herauszuholen.“ O-Ton Joschka Fischer (Grüne), Ex-Bundesaußenminister: „Also aus meiner Sicht war dieser Einsatz nach dem 11. September, nach dem Einsturz der Twin Towers in New York, für uns eine zwingende Notwendigkeit, gemeinsam mit anderen Partnern. Die USA waren der wichtigste Sicherheitsgarant für uns. Und da war Solidarität angesagt. Insofern stehe ich zu diesem Einsatz. Aber ich hätte nicht gerechnet, dass es zu einer solchen…