Fragen und Antworten
Briefwahl 2021: So funktioniert die Stimmabgabe von Zuhause

Bei der Bundestagswahl im September werden aufgrund der Corona-Pandemie so viele Briefwähler wie nie zuvor erwartet (Symbolbild)

© Bildagentur-online/Schoening / Picture Alliance

Am 26. September wird der neue Bundestag und damit auch eine neue Bundeskanzler:in gewählt. Wer bereits jetzt seine Stimme abgeben möchte, kann dies ab dem heutigen Montag mit Hilfe der Briefwahl tun. Diese Übersicht beantwortet die wichtigsten Fragen zur Stimmabgabe per Post. 

Seit 1957 stieg der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler von knapp fünf auf fast 29 Prozent bei der letzten Bundestagswahl. Zudem gilt es als wahrscheinlich, dass dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie noch einmal deutlich mehr Menschen ihr Kreuz per Post abgeben.

Bis zum 15. August, also bis zum Sonntag, mussten die Listen erstellt werden, wer wahlberechtigt ist. Also könnte es − theoretisch − an diesem Montag mit dem Versand der Briefwahl-Unterlagen losgehen. Praktisch funktioniert das Ganze so:

Wer kann per Briefwahl abstimmen?

Grundsätzlich alle Wahlberechtigten, „ohne Vorliegen eines besonderen Grundes“, erläutert der Bundeswahlleiter. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte 2013 diese allgemeine Freigabe der Briefwahl als verfassungsgemäß: Die Zulassung der Briefwahl diene dem Ziel, eine möglichst umfassende Wahlbeteiligung zu erreichen und damit dem Grundsatz der Allgemeinheit der Wahl Rechnung zu tragen.

Wie kommt man an die Unterlagen?

Auf keinen Fall, indem man sie beim Bundeswahlleiter beantragt − so steht es extra farblich hervorgehoben auf dessen Website. Man erhält die Unterlagen bei der Gemeindebehörde seines Hauptwohnsitzes. Ein Vordruck fürs Beantragen des Wahlscheins, den man benötigt, liegt der Wahlbenachrichtigung bei. Diese soll bis Anfang September…