MEINUNG

Olympia 2021
Es ist richtig, dass Rad-Sportchef Moster für die rassistische Bemerkung bestraft wird

Patrick Moster (links) am Streckenrand neben Azzedine Lagab, über den er sich beim Zeitfahren rassistisch äußerte

© Sebastian Gollnow/dpa

von Rebecca Baden
29.07.2021, 19:19 Uhr

Der Radsport-Funktionär Patrick Moster muss die Olympischen Spiele wegen eines rassistischen Kommentars vorzeitig verlassen. Dass sein Verhalten auf diese Art geahndet wird, sollte normal sein. Doch viele Reaktionen zeigen: Das ist es noch nicht. 

Schon kleine Kinder lernen, dass Fairness und Respekt im Sport wichtige Tugenden sind. Dass sie oft nicht umgesetzt werden und rassistische und andere diskriminierende Äußerungen häufig sind, lernen nicht-weiße Personen meist auch schon als kleine Kinder. Besonders in kleinen Sportvereinen, abseits der großen Bühnen, gehen solche Bemerkungen manchmal unter. 

Am Mittwoch hat der deutsche Radsport-Funktionär Patrick Moster während des Zeitfahrens bei den Olympischen Spielen mit einem rassistischen Kommentar über den Eritreer Amanuel Ghebreigzabhier und den Algerier Azzedine Lagab für einen Skandal gesorgt. Weil Moster nun mal nicht für einen Lokalverein arbeitet, sondern für den Bund Deutscher Rennfahrer, muss er nun trotz einer Entschuldigung seine Sachen packen und die Olympischen Spiele vorzeitig verlassen. Und das ist richtig so.   

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Twitter
integriert.

Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.

DATENSCHUTZ-EINSTELLUNGEN Hier können Sie die Einstellungen für die Anbieter ändern, deren Inhalte sie anzeigen möchten. Diese Anbieter
setzen möglicherweise Cookies und sammeln Informationen zu Ihrem Browser und weiteren, vom jeweiligen Anbieter bestimmten Kriterien.
Weitere Informationen finden Sie in den…