Es ist vermutlich einer der bekanntesten Clubs der Welt: das Berghain in Berlin. Doch das Nachtleben verträgt sich nicht gut mit Maskentragen und Mindestabstand. Deshalb brachte die Corona-Pandemie auch im Berghain den Betrieb zum Erliegen, so wie in den Clubs und Konzerthäusern in ganz Deutschland.

Feiern dürfen getestete, genesene oder geimpfte Menschen

Inzwischen wird im Berghain aber wieder gefeiert – wie überall in Deutschland ist das draußen nämlich erlaubt, im Berghain zum Beispiel im „Diskogarten“, einem Outdoorbereich für ungefähr 200 bis 300 Leute. „Dort steht man aktuell drei Stunden an“, berichtet Stephan Hengst von der Berlin Music Commission im Telefoninterview mit der DW. „Die Party beginnt da schon in der Schlange.“ Zwar seien solche Wartezeiten für das Berghain nichts Ungewöhnliches, gibt er zu. Damit würde der berühmte Club auch durchaus kokettieren. Dass sich die Leute so lange in die Schlange stellen, zeige aber in diesem Sommer vor allem eines: „Die Leute wollen feiern.“

Ihrer Partylust können die Menschen in Deutschland also wieder nachgehen – wenn auch mit Auflagen, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Während in London schon wieder ganz ohne Beschränkungen gefeiert wird, gelten in Deutschland weiterhin gewisse Schutzregeln: Im Land Berlin etwa, wo sich das Berghain befindet, sind Veranstaltungen in Innenräumen für 200 bis 300 Personen momentan auch ohne Mindestabstand und Maske gestattet, im Außenbereich dürfen sogar 1000 Menschen zusammen feiern – allerdings immer vorausgesetzt, es liegt ein negatives Testergebnis, ein Impfnachweis oder ein Beleg über eine Genesung von Covid-19 vor. Wissenschaftler begrüßen diese Vorsichtsmaßnahmen, internationale Experten halten die britische Öffnungsstrategie für sehr riskant.

Den größeren Spielraum in Deutschland haben sich die Berliner Clubs mit Außenbereichen zunutze gemacht: Dort kann man nun wieder tanzen – zum Beispiel im „H13“, dem „Haselhorst 13“,…