Spanien gilt seit anderthalb Wochen als einfaches Risikogebiet, die Niederlande erst seit Sonntag. Wie die Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, will die Bundesregierung die beiden Länder in Kürze zu Hochinzidenzgebieten erklären. Außerdem soll Luxemburg als einfaches Risikogebiet eingestuft werden.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht jeden Freitag die neuen Corona-Einstufungen der Bundesregierung für das Ausland. Die Entscheidung der zuständigen Ministerien für Gesundheit, Inneres und Auswärtiges fällt in der Regel kurz vorher.

Auswirkung auf Quarantäneregeln

Die Einstufungen haben Folgen für die Quarantäneregeln. Bei Hochinzidenzgebieten müssen Touristen nach einer Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne gehen, die sie aber nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test vorzeitig beenden können.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen die digitale Einreiseanmeldung vornehmen. Zudem bringt die Einstufung als Risikogebiet zwar grundsätzlich eine Quarantänepflicht mit sich. Diese kann aber durch ein negatives Testergebnis beziehungsweise einen Genesenen- oder Impfnachweis vermieden werden.

Touristen haben auch Amsterdam wieder zu ihrem Reiseziel in diesem Sommer erklärt

Auch in Deutschland gibt es wieder mehr Infektionen. Gleichzeitig lässt das Impftempo nach. Mit Blick auf den Herbst und Winter halten Experten eine weitere Corona-Welle daher für wahrscheinlich. Das RKI dringt deshalb darauf, jetzt schon vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Ziel sei es, schwere Krankheitsverläufe, Todesfälle und die Belastung für das Gesundheitswesen klein zu halten und „bevölkerungsbezogene Maßnahmen zu minimieren“, schreibt das RKI in einem Strategiepapier, das auf verschiedene Szenarien eingeht.

Diese dürften aber nicht als Vorhersagen verstanden werden, vielmehr wolle man ihrem Eintreten entgegenwirken. Laut Modell-Rechnungen könnten die meisten Infektionen Erwachsene unter 60 und Kinder unter 12 Jahren betreffen. Unter…