Waldsterben – der Begriff klingt ziemlich veraltet. Und das nicht von ungefähr: In den 1970er-Jahren löste der miserable Zustand des deutschen Waldes eine der bedeutendsten umweltpolitischen Debatten der Bundesrepublik aus. Saurer Regen, Luftverschmutzung und Abgase, die den Wald schädigen – vor rund 40 Jahren waren das große Themen.

Mittlerweile ist die Sorge um die Gesundheit des Waldes jedoch weitestgehend aus dem öffentlichen Raum verschwunden. Was seltsam ist, wenn man sich die Bäume genauer ansieht. Der Klimawandel und die damit einhergehenden Dürren der letzten Jahre haben den Wäldern hierzulande nämlich stark zugesetzt.

Der Waldboden trägt zu wenig Wasser, es ist zu warm und zu trocken. Das macht die Bäume anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer. Zahlreiche Monokulturen hierzulande verschärfen dieses Problem noch; sie sind viel schlechter vor den Angriffen geschützt. Und global gesehen ist die Lage nicht besser. Weltweit leiden die Wälder unter zu hohen Temperaturen.

Naturschützer, Förster und Forscher streiten nun darüber, wie man das neue Waldsterben noch aufhalten kann. Eine davon: Nicole Wellbrock. In dieser Folge »Klimabericht« zeigt uns die Wissenschaftlerin, wie sich das Klima auf den deutschen Wald auswirkt. Und sie erklärt, was jetzt getan werden muss, um den Wald zu retten.

Denn der Wald könnte uns retten, aber leider sagt Wellbrock, kann er es in seinem jetzigen Zustand nicht allein. Die Bäume können schlicht nicht genug Emissionen aus der Atmosphäre binden, um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Andere Lösungen müssen her. Über die diskutieren wir in dieser Woche im »Klimabericht«, dem wöchentlichen SPIEGEL-Podcast zur Klimakrise.

Der SPIEGEL-Podcast zur Lage des Planeten erscheint immer dienstags auf SPIEGEL.de und überall, wo es Podcasts gibt.