Das nordrhein-westfälische Kabinett berät über die Folgen der Unwetterkatastrophe und Soforthilfen. Ministerpräsident Armin Laschet hatte bereits angekündigt, dass NRW 200 Millionen Euro Soforthilfe für die Opfer bereitstellen werde und eine schnelle Abwicklung der Auszahlungen zugesagt. Weitere Hilfen kommen vom Bund.

Auch nicht von Überschwemmungen betroffenen Bundesländer wollen die Flutregionen unterstützen. „Sachsen-Anhalt wird sich solidarisch zeigen und sich an den finanziellen Herausforderungen einer Aufbauhilfe beteiligen“, sagte Sachsen-Anhalts Landeschef Reiner Haseloff den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Die Ministerpräsidenten aus Sachsen, Bremen und Thüringen äußerten sich ähnlich.

Bislang 175 Todesopfer

Dagegen verwies Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller auf die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Soforthilfen. „Über einen längerfristigen Wiederaufbaufonds wird man noch sprechen müssen, auch wie dieser ausgestaltet werden könnte“, sagte er dem RND.

Erftstadt-Blessem in Nordrhein-Westfalen ist von der Flutkatastrophe schwer getroffen worden

Bislang hat die Unwetter-Katastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz mindestens 175 Menschen das Leben gekostet. Im Katastrophengebiet Erftstadt-Blessem in Nordrhein-Westfalen dürfen einige Anwohner voraussichtlich schon von diesem Donnerstag an dauerhaft in ihre Häuser zurück. Voraussetzung sei, dass die Standsicherheit der Gebäude gewährleistet ist, teilte Landrat Frank Rock mit. Dies werde vom Geologischen Dienst überprüft. Ist dies geschehen, müsse „den Blessemer Bürgern auch die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Häuser und Wohnungen wieder dauerhaft zu betreten, insbesondere um Aufräumarbeiten zu leisten“, sagte Rock.

Regen und Gewitter am Wochenende

Mit Sorge blicken die Menschen in den betroffenen westdeutschen Gebieten auf die Wetteraussichten für das Wochenende. Schauerartiger Regen und Gewitter werden in Rheinland-Pfalz und…