Die Flutkatastrophe vor allem im Westen Deutschlands hat auch bei den Unternehmen in der Region massive Schäden verursacht. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Peter Adrian, sagte, zwar sei es derzeit noch schwierig, eine genaue Summe zu nennen. »Was man sagen kann: Es sind Tausende von Unternehmen in allen Größenordnungen direkt oder indirekt durch Schäden an der Infrastruktur betroffen. Der Schaden geht insgesamt sicher in die Milliarden.»

Viele Unternehmer stünden vor den Trümmern ihres Lebenswerks, sagte Adrian, der selbst in Trier wohnt, wo der Stadtteil Ehrang von der Katastrophe ebenfalls hart getroffen war. Er selbst habe sich die Auswirkungen der Flut in mehreren Regionen angeschaut. »Es macht einen fassungslos, wenn man sieht, was da passiert ist. Ich habe einen Betrieb für Schweißtechnik besucht. Das Gebäude ist zum Teil massiv beschädigt worden. Das ist eine Schlammwüste. Die Schweißroboter, die Maschinen und Anlagen – alles kaputt und verdreckt. Es gibt keinen Strom und kein Leitungswasser. Ich habe auch viele Transformatoren gesehen, die noch unter Wasser stehen.«

Der Wiederaufbau werde eine Riesenaufgabe. Ein Problem sei auch hier der Mangel an Fachleuten. »Aktuell brauchen wir vor Ort zum Beispiel viele Elektriker, so viele gibt es aber gar nicht in den Regionen.«

Adrian sprach sich für unbürokratische Hilfen aus. Wenn ein kleiner Mittelständler vor dem Trümmerhaufen seines Betriebes stehe, sei es wichtig, dass er nicht erst zehn Formulare ausfüllen müsse, um Unterstützung zu bekommen. Viele könnten aktuell auch das Internet nicht nutzen, weil teilweise die Strom- und Telefonnetze noch nicht wieder funktionierten. »Das heißt, wir brauchen eine pragmatische, schnelle und unbürokratische Direkthilfe, um die erste Not zu lindern. Wichtig ist, dass es Ansprechpartner in den Behörden vor Ort gibt.«

Der Bund hatte am Mittwoch eine Flut-Soforthilfe von zunächst 200 Millionen Euro beschlossen. Mittel in…