Extrem lange Schlangen
Erftstadt: Anwohner finden keine Zeit, um Soforthilfen abzuholen

In Erftstadt stecken die Menschen all ihre Zeit in die Aufräumarbeiten der zerstörten Gebiete. Zeit, um Soforthilfen der Stadt abzuholen, haben nur die Wenigsten. 

© David Young / DPA

In einigen von der Flut betroffenen Kommunen werden bereits seit Tagen Hilfen ausgezahlt. In Erftstadt können sich Betroffene die ersten Schecks abholen. Doch die meisten Menschen finden keine Zeit dafür.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei RTL.de.

Die Millionenhilfen vom Bund für die Opfer der Flutkatastrophen in NRW, Bayern und Rheinland-Pfalz sind beschlossen. In einigen Kommunen werden aber schon seit Tagen Hilfen ausgezahlt. In Erftstadt zum Beispiel können sich Betroffene Schecks abholen. Dennoch haben viele das Extra-Geld noch nicht abgeholt.

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Mutter darf Geld nicht für Sohn abholen

Eine betroffene Anwohnerin aus dem Stadtteil Liblar berichtet zum Beispiel, dass sie die Hilfsschecks für sich und ihren Sohn abholen wollte. Mit dem Personalausweis des Sohnes im Gepäck macht sie sich auf den Weg, um auch seine Unterstützung abzuholen. Der Grund: Ihr Sohn ist noch mit dem Auspumpen seines Hauses beschäftigt. „Dann hat man mir bei der Stadt gesagt, man kann trotz Personalausweis den Sohn, der nicht die gleiche Hausnummer hat wie wir, nicht bezuschussen.“

Dafür müsse er selbst vorbeikommen. Deshalb hätte sie das Geld, das sie erhalten habe, jetzt aufgeteilt. Und obwohl sich vor der Stadtverwaltung in den vergangenen Tagen teilweise extrem lange Schlangen bildeten, haben längst noch nicht alle Erftstädter ihr Geld abgeholt. Warum ist das so?

Abholung der Soforthilfen: Keine Zeit, um sich anzustellen