Tesla-Chef Elon Musk hat mit Äußerungen auf einer Konferenz den Kurs von Kryptowährungen deutlich steigen lassen. Bei der Branchenkonferenz »The B Word« sagte der Konzernchef, dass der Elektroautohersteller Bitcoin gegenüber trotz Umweltbedenken aufgrund des hohen Stromverbrauchs aufgeschlossen bleibe. »Tesla wird Bitcoin sehr wahrscheinlich wieder akzeptieren«, sagte Musk. Auch seine Raumfahrtfirma SpaceX besitze Bitcoins und habe nicht vor, diese zu verkaufen.

Musk wiederholte jedoch seine Forderung, dass die Umweltbilanz der ältesten und bekanntesten Kryptowährung besser werden müsse. Bei der »Mining« genannten Bitcoin-Erzeugung durch aufwendige Rechnerprozesse sollten mindestens 50 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien stammen, so der Tesla-Chef. Musk machte bei der Konferenz, auf der mit Twitter-Chef Jack Dorsey ein weiterer prominenter Konzernchef sprach, keinen Hehl aus seiner Sympathie für Digitalwährungen. Privat halte er neben Bitcoins auch Ethereum und Dogecoin.

Der Kurs des Bitcoin reagierte mit kräftigen Gewinnen auf die Aussagen Musks. Am Dienstag war der Bitcoin-Kurs zuvor noch unter die Marke von 30.000 Dollar gefallen, danach stieg er zeitweise auf 32.800 Dollar und pendelte sich später auf knapp unter 32.000 Dollar ein. Auch die zweitgrößte Cyberwährung Ethereum und Dogecoin gewannen deutlich an Wert.

Musk hatte die Kurse am Kryptomarkt in den vergangenen Monaten bereits mehrfach deutlich mit Aussagen beeinflusst. Im März hatte er angekündigt, Tesla werde künftig Autos künftig auch gegen Bitcoin verkaufen, der Konzern habe zudem in größerem Stil in Bitcoin investiert. Zwei Monate später nahm er die Ankündigung wieder zurück und begründete das mit den Umweltbedenken. Einen Monat später vollzog er eine abermalige Kehrtwende und kündigte die Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel unter der Bedingung an, dass diese klimafreundlicher erzeugt werde.

Grundsätzlich sprach sich Musk jedoch immer schon für…