Der Tod von Amy Winehouse am 23. Juli 2011 löste in der Musikwelt einen Schock aus. London, Amys Geburtstadt, war das Epizentrum ihres kreativen Schaffens. 2008 widmete sie der britischen Hauptstadt sogar ihre fünf Grammys – insbesondere ihrer Wahlheimat Camden Town im Nordwesten der Stadt. Nur wenige Tage zuvor war im Camden Market ein Brand ausgebrochen, der einen Großteil des eklektischen Charakters von Winehouse‘ geliebtem Viertel fast vernichtet hätte. In ihrer Dankesrede sagte sie trotzig: „Das hier ist für London, denn Camden Town brennt nicht ab.“

Inzwischen sind zehn Jahre nach Amys Tod vergangen. Aber noch immer erinnern verschiedene Orte in Camden sowie im Norden Londons an die legendäre Musikerin, die dort mehrere Jahre ihrer Kindheit verbracht und dort wichtige Impulse für ihre musikalische Karriere erhalten hatte. 

God Bless This Child 

Bereits im jungen Alter war Amy dank ihrer Familie mit den verschiedensten musikalischen Einflüssen aus der Mitte des Jahrhunderts konfrontiert: Ihre Großmutter Cynthia arbeitete als professionelle Sängerin und ihr Vater Mitch war ein großer Fan von „Rat Pack“. Amy wuchs also in einer einzigartigen musikalischen Atmosphäre auf, geprägt von einem Zusammenspiel aus amerikanischen Blues- und Jazz-Einflüssen sowie jüdischem Nord-Londoner Cockney.

London würdigt Amy Winehouse unter anderem mit jeder Menge Streetart

Cynthia Winehouse trat an Orten wie dem legendären „Ronnie Scott’s Jazz Club“ in der Frith Street in Soho auf. Oder sie sang im Wohnzimmer der Familie und Amy stimmte mit ein. Und wenn ihr Vater seine Platten auflegte, imitierte die kleine Amy die Stimmen von den Vinyls.

So lernte sie gewissermaßen von den besten Sängerinnen und Sängern des Showbusiness: von Dinah Washington und Sarah Vaughn bis Frank Sinatra und Billie Holiday. Später wurde nicht nur Amys Stimme oft genug mit der von Jazzlegende Holiday verglichen, sondern auch ihr selbstzerstörerisches Verhalten, von dem die…