Rauchschwaden von heftigen Waldbränden im Nordwesten der USA trüben Sicht an der knapp 4000 Kilometer entfernten Ostküste. In Großstädten wie New York schob sich am Dienstag ein dunstiger Schleier vor die Sonne. Die Umweltbehörde des Bundesstaates New York rief wegen erhöhter Feinstaubbelastung Gesundheitsalarm aus.

Ein Vertreter der Behörde erklärte, es sei nicht ungewöhnlich, dass Rauch von Feuern im Westen des Landes bis in die Region vordringt, allerdings befinde er sich diesmal in einer niedrigeren Luftschicht. Der Wetterdienst sagte für Mittwoch eine Kaltfront voraus, die dem Phänomen ein Ende setzen sollte.

Ein Feuer zerstörte 137.000 Hektar Wald

Auch in Philadelphia warnten Behörden am Dienstag vor schlechter Luft. Zudem waren die Auswirkungen der saisonalen Brände in den Bundesstaaten Washington, Oregon oder Montana an der Westküste in der Bundeshauptstadt Washington D.C., Chicago und in Teilen Kanadas zu spüren.

Während jüngst in Deutschland gewaltige Wassermassen Menschenleben und Häuser verstörten, kämpft der Westen der USA mit großer Trockenheit. Dort wüten derzeit erneut riesige Waldbrände. Allein im Bundesstaat Oregon zerstörte ein Feuer bislang mehr als 137.000 Hektar Wald.

Auch in anderen Bundesstaaten entlang der US-Westküste und in Kanada lodern unzählige Brände. In der westkanadischen Provinz British Columbia wurden am Montag mehr als 2500 Evakuierungen angeordnet. Insgesamt lodern in der Provinz inzwischen rund 300 Waldbrände.

Nach Einschätzung von Wissenschaftlern verstärkt der Klimawandel die Trockenheit in der Region und schafft damit die Bedingungen für Feuer, sich auszubreiten.

Brände auch in Russland

Im Osten Russlands wüten derzeit nach Angaben der regionalen Behörden allein in Jakutien 205 Brände. Nach Daten der Forstschutzbehörde vom Dienstag ist die Brandfläche, auf der gelöscht wird, mit rund 680.000 Hektar etwas kleiner geworden als am Vortag. 680.000 Hektar entsprechen etwa der Hälfte der Fläche…