Streit mit den USA
„Gespräche werden fortgeführt“: Bundesregierung dämpft Hoffnung auf Kompromiss zu Nord Stream 2

Um die Gas-Pipeline Nord Stream 2 gibt es seit Jahren Streit zwischen Deutschland und den USA – nun soll eine Einigung bevorstehen

© Tobias Schwarz / AFP

Medien berichten, Deutschland und die USA hätten ihren Streit über Nord Stream 2 beigelegt und eine Einigung erzielt. Doch die Bundesregierung hält sich in dieser Frage bedeckt.

Die Bundesregierung hat zurückhaltend auf Berichte über eine Einigung mit den USA über die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2 reagiert. Ein Regierungssprecher sagte am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, wie die Bundeskanzlerin in der vergangenen Woche gesagt habe, stehe die Bundesregierung unter anderem auch zum Thema Nord Stream 2 im Austausch mit der US-Regierung. „Diese Gespräche werden fortgeführt.“

Unter anderem die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und das „Wall Street Journal“ hatten unter Berufung auf Quellen in Berlin und Washington berichtet, es sei eine Einigung erzielt worden. Demnach könnte der ausgehandelte Deal bereits im Laufe des Mittwochs verkündet werden. Die US-Regierung habe demnach ihren Widerstand gegen die Pipeline aufgegeben, die unter Umgehung der Ukraine Gas von Russland nach Deutschland bringen soll. So wollten Deutschland und die USA in den Ausbau erneuerbarer Energien in der Ukraine investieren. Beide Länder wollten außerdem sicherstellen, dass die Ukraine nach wie vor Transitgebühren für aus Russland geliefertes Gas bekommt.

USA sehen Nord Stream 2 kritisch

Die USA sehen die fast fertig gestellte Pipeline äußerst skeptisch, unter US-Präsident Joe Biden hatte es aber Signale der Entspannung gegeben. Vertreter der Bundesregierung hatten gesagt, bis August solle eine Lösung mit den USA gefunden werden.

Biden und Bundeskanzlerin…