Nach der Flut
Katastrophen-Vorsorgestrategie – Warnung per SMS in Aussicht

Verschiedene Apps warnen im Notfall – auch per SMS sind Informationen verfügbar. Foto: Jens Kalaene/dpa/Symbolbild

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Der Bevölkerungsschutz zählt zu den wichtigsten Aufgaben von Regierungen. Nach den Krisen und Katastrophen der vergangenen Monate kommt die Regierung zu dem Schluss, dass mehr Vorsorge notwendig ist.

Die Bundesregierung hat als Konsequenz aus der Flutkatastrophe und der Corona-Pandemie erste Schritte einer neuen Vorsorgestrategie beschlossen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) versprach in Berlin nach der Sitzung des Bundeskabinetts eine engere Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Katastrophenschutz. Gleichzeitig stellte er in Aussicht, dass die Bevölkerung bei Hochwasser und anderen Gefahren künftig auch per SMS gewarnt werden soll.

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, habe zur Warnung per Cell Broadcasting bereits im Frühjahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, sagte Seehofer. Schuster gehe davon aus, dass das noch vor der Bundestagswahl erwartete Ergebnis positiv sein werde.

Beim Cell Broadcasting wird ähnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an Handy-Nutzer verschickt – und zwar an alle Empfänger, die sich zu dem Zeitpunkt in der betreffenden Funkzelle aufhalten. Datenschützer halten diese Technologie, die in vielen anderen Staaten bereits genutzt wird, für relativ unbedenklich. Für die Warnung vor akuten Gefahren sei ein Mix aus analogen und digitalen Methoden notwendig, betonte Seehofer. Sirenen alleine seien kein Allheilmittel, denn «es reicht ja nicht aus, nur akustisch zu warnen, die Bevölkerung muss ja auch wissen, was sie tun soll».

Die vom Kabinett nun beschlossene «Nationale Reserve Gesundheitsschutz» soll der erste Teil einer…