Leopoldina fürchtet wachsende Ungleichheit durch Corona

Leopoldina-Experten zufolge stellt die Pandemie die Wirtschafts- und Sozialpolitik in Deutschland mittel- und langfristig vor neuartige Herausforderungen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

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Geschlossene Geschäfte und Restaurants, Konjunktureinbruch und Distanzunterricht – die Corona-Krise hat massive Folgen.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina befürchtet langfristig eine Verschärfung der Einkommens-Ungleichheit in Deutschland durch die Corona-Pandemie.

Kurzfristig seien die Einkommensverluste vieler Menschen durch die sozialen Sicherungssysteme begrenzt worden. Langfristig könne die Krise aber erhebliche Auswirkungen auf die Höhe und die Verteilung des Einkommens haben, warnen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme «Ökonomische Konsequenzen der Coronavirus-Pandemie – Diagnosen und Handlungsoptionen».

Den Experten zufolge stellt die Pandemie die Wirtschafts- und Sozialpolitik in Deutschland mittel- und langfristig vor neuartige Herausforderungen, hat zuvor bestehenden Handlungsbedarf verstärkt, bietet aber auch Chancen. «Die Pandemie kann zur Chance für eine gesellschaftlich breit getragene Modernisierungsinitiative werden, gerade im Bereich staatlichen Handelns», argumentierte Leopoldina-Vizepräsidentin Regina T. Riphahn.

Wie sich die Ungleichheit in den Haushaltsnettoeinkommen in der Krise entwickelt hat, sei zwar noch unklar, schreiben die Experten. Hart getroffen wurden den Angaben zufolge aber unter anderem Mini-Jobber. Da sie nicht in der Arbeitslosenversicherung versichert sind, bekommen sie auch kein Kurzarbeitergeld. Eine Option könnte sein, die Minijob-Beschäftigten in die Kurzarbeitsregelung einzubeziehen. Die Kritik der Forscher an den 450-Euro-Jobs ist aber grundsätzlicher. «Minijobs erfüllen ihr…