Heute geht es um die Kosten der Hochwasserkatastrophe, die richtige Vorbereitung auf künftige Pandemien, die Essenseinladungen von Verfassungsrichtern und die Hinterlist der Querdenker.

Millionen Euro für die Flutopfer

Heute wird das Bundeskabinett in Berlin über Soforthilfen für die Flutopfer entscheiden. Der Gesetzentwurf sieht 400 Millionen Euro vor, die jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern getragen werden sollen. Natürlich ist das erst der Anfang, das schnelle Geld für die Menschen, die mit leeren Händen und ohne Dach über dem Kopf dastehen. Über den milliardenschweren Wiederaufbaufonds für die zerstörten Straßen, Brücken, Strom- und Wasserleitungen wird noch verhandelt. Nach dem Loch, das die Coronakosten in die Staatskassen gerissen haben, wird nun die Flut ein weiteres reißen. An den Kosten für den Wiederaufbau sollen sich alle Bundesländer beteiligen, unabhängig davon, ob sie vom Hochwasser getroffen wurden.

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Alles auf Anfang: Zerstörter Straßenzug in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Foto: Joerg Niebergall/Eibner-Pressefo / imago images/Eibner

Ein Thema ist bislang noch etwas im Hintergrund geblieben: die Frage, ob die Hausbesitzer eigentlich gegen Naturkatastrophen versichert waren – und ob man sie dazu künftig gesetzlich verpflichten sollte. Kann man diese Art der Vorsorge von den Leuten verlangen? Mein Kollege Tim Bartz hat dazu ein interessantes Interview mit Jan-Oliver Thofern geführt, Geschäftsführer des Versicherungsmaklers Aon Deutschland. »In Rheinland-Pfalz, einem der Epizentren des Flutdesasters, haben nur 37 Prozent der Immobilienbesitzer eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen«, sagt Thofern. Bundesweit liege die Quote auch unter 50 Prozent. Nun wohnt natürlich nicht jeder Deutsche in einem potenziellen Flut- oder einem sonstigen Katastrophengebiet, deshalb lehnt Thofern auch eine gesetzliche Pflicht zu einer Elementarschadenversicherung ab.

Er hat einen anderen Vorschlag: »Anstatt für die…