Flutkatastrophe
Milliardenschwere Versicherungsschäden erwartet

Ein komplett zerstörtes Haus in Marienthal im Ahrtal. Foto: Boris Roessler/dpa

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Die Versicherungsschäden könnten sich auf bis zu fünf Milliarden Euro summieren. Doch viele Betroffene sind gar nicht abgesichert und müssen auf Staatshilfen hoffen. Nun wird darüber diskutiert, wie sich das ändern lässt.

Die Versicherungsschäden durch die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands belaufen sich nach Branchenangaben auf vier bis fünf Milliarden Euro.

«Die Schäden dürften sogar noch über denen des August-Hochwassers im Jahr 2002 von 4,65 Milliarden Euro liegen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, am Mittwoch. Dabei seien die jüngsten Überschwemmungen in Bayern und Sachsen in der Rechnung noch nicht enthalten.

Nach schweren Regenfällen war es in der vergangenen Woche zu Sturzfluten und Überschwemmungen in mehreren Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gekommen. Ganze Landstriche wurden verwüstet. Mindestens 170 Menschen verloren nach aktuellen Zahlen ihr Leben. Straßen, Bahngleise, Brücken, Mobilfunkmasten, Strom-, Gas- und Wasserleitungen sind vielerorts zerstört.

Für die Versicherungen zeichnet sich damit das schadensträchtigste Jahr seit 2002 ab. Damals lag der versicherte Unwetterschaden laut GDV bei 10,9 Milliarden Euro. Bereits im Juni dieses Jahres hatten Starkregen und Hagel einen geschätzten versicherten Schaden von 1,7 Milliarden Euro verursacht.

Doch viele Betroffene sind nicht gegen solche Katastrophen versichert. In ganz Deutschland verfügen laut GDV im Schnitt knapp die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher über eine Elementarschadenversicherung, die bei Naturereignissen wie Starkregen, Hochwasser oder Erdrutschen…