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1,5 Millionen Kinder haben Elternteil oder Betreuer verloren

04.28 Uhr: Rund 1,1 Millionen Kinder weltweit haben laut einer Studie als Folge der Pandemie mindestens ein Elternteil oder ein für sie sorgendes Großelternteil verloren. Diese Hochrechnung gelte für den Zeitraum März 2020 bis April 2021, berichten Forscher um Seth Flaxman vom Imperial College in London im Fachjournal »The Lancet«. Rechne man weitere im Haushalt wohnende ältere Angehörige noch hinzu, hätten sogar mehr als 1,5 Millionen Kinder eine Betreuungsperson verloren.

Dies sei eine bedeutende, bislang übersehene Konsequenz der Pandemie, schreibt die US-Gesundheitsbehörde NIH in einer Mitteilung zur Studie. Die Analyse mache deutlich, dass eine psychosoziale und wirtschaftliche Unterstützung für diese Kinder eine zentrale Rolle bei der Reaktion auf diese Pandemie spielen sollte. Als Grundlage der Studie nutzten die Forscher unter anderem Daten zur Geburtenrate sowie zu Todesfallzahlen aus rund zwei Dutzend Ländern, die sie hochrechneten.

03.40 Uhr: Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, erwartet auch im kommenden Schuljahr große Einschränkungen infolge der Pandemie. Meidinger äußerte in der »Welt« die Befürchtung, dass wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus Hunderttausende Schüler in Quarantäne müssen. »Niemand kann ausschließen, dass wir wegen der Delta-Variante und der mangelnden Impfquote eine enorme vierte Welle bekommen, in der dann auch wieder Wechselunterricht nötig wird.«

Meidinger rief die Politik zu Ehrlichkeit auf. »Wer jetzt verspricht, dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall vollständigen Präsenzunterricht geben wird, begibt sich auf dünnes Eis«, sagte der Verbandspräsident. »Präsenzunterricht um jeden Preis bedeutet, die Durchseuchung der Schulen in Kauf…