Genderstreit um Nussmischung
„Student*innenfutter“ bei Edeka: „Der Hass überrascht mich“

Nüsse und Rosinen mit Sternchen: das „Student*innenfutter“ der Firma Fairfood Freiburg

© Hersteller

von Daniel Bakir
20.07.2021, 09:35 Uhr

Ein Edeka in Bayern hat „Student*innenfutter“ ins Sortiment aufgenommen – und aufgeregte Reaktionen im Netz geerntet. Hier erklärt einer der Produkterfinder, wie es zu der Idee für die gegenderte Rosinen-Nuss-Mischung kam.

Die Verwendung des Gendersternchens wird von manch einem (und manch einer) schon per se als Affront betrachtet. Wenn dann auch noch eine ehrwürdige Institution wie das Studentenfutter betroffen ist, kennen einige Sternchengegner kein Halten mehr. So scheint es jedenfalls, wenn man die Beiträge liest, die ein Produkt namens „Student*innenfutter“ in den vergangenen Tagen in den sozialen Netzwerken ausgelöst hat.

Auf Facebook und Twitter hatte Edeka Wollny aus Friedberg bei Augsburg Ende vergangener Woche ein Bild des gegenderten Snack-Klassikers gepostet, den es ab sofort bei ihm im Laden zu kaufen gebe. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Neben Hunderten Lach- und Herzchenemojis machten sich in den Kommentaren auch zahlreiche wütende Nutzer Luft. „Zum Fremdschämen!“ oder „Beschriftet das in echtem Deutsch oder wir kaufen das nicht mehr“ und noch unfreundlichere Kommentare sind da zu lesen. 

Edeka-Marktleiter Michael Wollny hat an der Kontroverse sichtlich Spaß, wie an seinen launigen Antworten auf die teils witzigen, teils aufgebrachten Kommentare zu erkennen ist. Die Frage, was neben Nüssen eigentlich noch drin sei in dem Glas, beantwortet er mit: Sultaninen und Salz – „biologisch gewonnen aus den Tränen alter weißer Männer, die sich vom Genderstern unterdrückt fühlen.“  

Das sagt der Hersteller

Aber wer hat sich das mit dem…