Nach dem verheerenden Hochwasser wollen Bund und Länder die Flutopfer nicht nur mit millionenschweren Soforthilfen unterstützen, sondern ihnen später auch beim Wiederaufbau helfen. Wie Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) bereits angekündigt hat, sollen als schnelle Hilfen rund 400 Millionen Euro bereitstehen. Zusätzlich ist ein Aufbaufonds geplant, über den Bund und Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verhandeln wollen, sobald die entstandenen Schäden eingeschätzt werden können. Die Soforthilfe von 400 Millionen Euro soll demnach zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den betroffenen Ländern getragen werden.

Bislang 164 Tote

Die Lage in den betroffenen Regionen im Westen Deutschlands hat sich derweil stabilisiert. Die Aufräumarbeiten schreiten voran, nach wie vor gilt allerdings eine nicht genau bekannte Zahl an Menschen als vermisst. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf mindestens 164. Allein im besonders betroffenen Kreis Ahrweiler stieg die Zahl der Toten nach Angaben der Polizei in Koblenz auf 117. 

Aufräumen im kleinen Ort Schuld im Ahrtal

In allen Regionen versuchten die Retter, sich angesichts des sich zurückziehenden Wassers ein umfassenderes Lagebild zu machen. Die Polizei in Koblenz kündigte an, zusammen mit Technischem Hilfswerk, Feuerwehr und weiteren Rettern das Hochwassergelände nochmals abzusuchen. Wenn Todesopfer gefunden werden, würde diese an einen Sammelort gebracht und identifiziert. Danach würden die Angehörigen informiert. Todesfälle würden „mit größtmöglicher Pietät behandelt“, sagte der Koblenzer Polizei-Vizepräsident Jürgen Süs.

Steinbachtalsperre: Hält der Damm?

Lange kritisch blieb die Situation an der Steinbachtalsperre nahe Euskirchen. Obwohl große Wassermengen abgepumpt wurden und auch der Ablauf der Sperre wieder freigelegt werden konnte, bestand lange die Gefahr, dass der Damm brechen könnte. Inzwischen haben die Behörden in weiten Teilen Entwarnung gegeben. 

Die Steinbachtalsperre bei…