Bahnverkehr
Schnellster Zug der Welt – China zeigt die Serienversion einer 600 km/h-Magnetschwebebahn

Bislang existieren nur Versichtsstrecken für den Zug 

© CRRC / PR

von Gernot Kramper
20.07.2021, 16:36 Uhr

Das Schienennetz für Hochgeschwindigkeitszüge in China umfasst 38.000 Kilometer, nun sollen lange Trassen für Magnetschwebebahnen folgen. Der erste Zug ist bereits fertig.

Im Jahr 2019 wurde ein Prototyp gezeigt, nun wurde der erste reguläre Zug in Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong enthüllt. Der Hersteller, die China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC), rühmt das schnellste verfügbare Bodenfahrzeug als eine bahnbrechende wissenschaftliche und technologische Errungenschaft im Bereich des Schienenverkehrs in der Welt. Der Zug ist eine alleinige Entwicklung Chinas; er soll die Basis für eine neue Generation von Hochgeschwindigkeitszügen bilden.

Das ist eine bemerkenswerte Richtungsentscheidung, denn China hat bereits ein Hochgeschwindigkeitsnetz für Schienenfahrzeuge aufgebaut, die Magnetschwebbahnen benötigen ein eigenes Netz von Trassen. Laut staatlichen Angaben misst das Netz für Hochgeschwindigkeitszüge derzeit 38.000 Kilometer. Ein ebenfalls von der CRRC gebauter Schienenzug konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 486,1 km/h erreichen.

Nur noch Luftwiderstand

Die Magnetschwebebahn wird ohne Kontakt zwischen Zug und Schiene mittels elektromagnetischer Kraft aufgehängt, angetrieben und geführt, der Widerstand kommt nur aus der Luft, sagte Liang Jianying, stellvertretender Generaldirektor und Chefingenieur von CRRC. Als neue Art des Hochgeschwindigkeitsverkehrs sei der Zug sicher, zuverlässig und habe eine geringe Lärmbelästigung, geringe Vibrationen, eine große Passagierkapazität und benötige weniger Wartung, sagte er. Er könne die Geschwindigkeitslücke zwischen Hochgeschwindigkeitszügen, deren maximale…