heute geht es um Angela Merkel und wie sie zu Kanzlerkandidat Armin Laschet steht. Darum, wie die EU Geldwäschern das Leben schwer machen will. Außerdem um Hubertus Heils Treffen mit Gorillas.

Merkel und der Kandidat

Heute reist die Bundeskanzlerin zum zweiten Mal in die überfluteten Gebiete. Am Wochenende hatte sie Rheinland-Pfalz besucht, heute fährt sie gemeinsam mit Armin Laschet, dem Kanzlerkandidaten und Ministerpräsidenten von NRW, nach Bad Münstereifel. Der kleine Ort im Kreis Euskirchen wurde vom Hochwasser besonders heftig verwüstet.

Aus Rheinland-Pfalz gibt es sehr beeindruckende Bilder von Merkel, wie sie Malu Dreyer an der Hand nimmt und stützt. Die SPD-Regierungschefin leidet an Multipler Sklerose, die Krankheit schränkt ihre Bewegungsfreiheit ein. Es ist ein harmonisches, fast schon tröstliches Bild, wie die Frauen Hand in Hand durch den von der Natur verwüsteten Ort gehen.

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Kanzlerin Merkel mit Ministerpräsidentin Dreyer im Flutgebiet von Schuld

Foto: Christof Stache / dpa

Ein solches Bild ist natürlich mit Laschet nicht zu erwarten, nicht nur, weil der Mann gut zu Fuß ist. Das Verhältnis zwischen Merkel und Laschet war während der Coronakrise oft angespannt, in der Sendung von Anne Will hatte Merkel seine Pandemiepolitik regelrecht gerüffelt. Und Laschets taktloses Gekicher während des Statements des Bundespräsidenten am Wochenende dürfte Merkel auch empört haben.

Ich frage mich gelegentlich, ob die Kanzlerin wohl für Laschet oder für CSU-Chef Markus Söder als Kandidat der Union war. Die Antwort ist nicht so leicht, wie sie scheint. Sicher, die CSU und Söder haben Merkel immer wieder das Leben schwer gemacht, ob im Ringen um die Kanzlerkandidatur mit Edmund Stoiber oder im Sommer 2018, in dem destruktiven Streit der Unionsparteien über die Flüchtlingspolitik. Damals stand Laschet fest an Merkels Seite. Aber die ist bekanntlich ein nüchterner Typ, sie kann Demütigungen und Konflikte wegstecken wie…