1. Angela Merkel und Armin Laschet im Krisengebiet

Bundeskanzlerin Angela Merkel brach heute zum zweiten Mal binnen sechs Tagen ins Hochwasser-Katastrophengebiet auf. Gemeinsam mit Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) sprach sie mit Betroffenen im nordrhein-westfälischen Bad Münstereifel. Der kleine Ort im Kreis Euskirchen wurde von der Sturzflut besonders schwer getroffen. Kein einziges Geschäft am Marktplatz der Fachwerkstadt, weder der Jeansladen noch die Bio-Käserei, seien noch zu retten, berichten meine Kollegen Lukas Eberle und Felix Bohr von vor Ort.

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Angela Merkel und Armin Laschet in Bad Münstereifel

Foto: Wolfgang Rattay / dpa

Kurz vor Merkels Besuch wurde bekannt, dass Bund und Länder 400 Millionen Euro Soforthilfe für die Flutopfer bereitstellen wollen. Besonders willkommen waren die Union-Kanzlerin und der Unions-Kanzlerkandidat dennoch nicht, hat Eberle beobachtet. »Die Stimmung in der Stadtgemeinschaft kippt langsam«, sagt er. Die Bürger seinen genervt von den Politiker-Besuchen, der Journalisten-Beobachtung und vor allem von den Gaffern aus dem Umland.

Außerdem fragen sich viele, ob man die Katastrophe nicht besser hätte vorhersehen können? »Hätte man uns früher gewarnt, hätten wir vielleicht bessere Vorkehrungen treffen können«, glaubt eine der Bewohnerinnen. In der Tat hatten Meteorologen die schweren Regenfälle und ihre Folgen akkurat vorausgesagt – mit ausreichend Vorlauf, um die Bevölkerung in Sicherheit zu bringen.

Heute hat der Innenausschuss im Bundestag eine außerordentliche Sitzung für kommenden Montag beantragt. Dabei wird es unter anderem auch darum gehen, ob das Innenministerium Fehler beim Katastrophenschutz gemacht hat. Bereits zugesichert haben ihre Teilnahme nach SPIEGEL-Informationen Bundesinnenminister Horst Seehofer und Armin Schuster, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

2. Wettlauf in die Unendlichkeit

Heute startete Amazon-Gründer Jeff Bezos mit…