Zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der zugleich Kandidate der Unionsparteien für die Bundestagswahl ist, reiste die Bundeskanzlerin nach Bad Münstereifel. Die Fachwerkstadt im Kreis Euskirchen ist von dem Unwetter der vergangenen Tage heftig betroffen. Angela Merkel sprach mit Vertretern von Hilfsorganisationen sowie Helferinnen und Helfern. Nach einem Treffen mit betroffenen Bürgern stattete sie dem betroffenen Gebiet einen Besuch ab. Der Deutsche Welle-Korrespondent Benjamin Alvarez begleitete Merkel und Laschet bei ihrem Rundgang. 

Merkel sagte den Betroffenen der Hochwasserkatastrophe schnelle Hilfe zu. Das Bundeskabinett werde am Mittwoch ein Programm für finanzielle Hilfe beschließen, sagte sie in Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen. Es gehe dabei darum, „unbürokratisch Soforthilfe“ zu leisten. Dies geschehe gemeinsam mit dem Land NRW, das am Donnerstag entsprechende Beschlüsse fassen werde.

„Erschreckende Schäden“

Merkel zeigte sich bei dem gemeinsamen Besuch mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet betroffen von der Lage vor Ort. Die Schäden seien „erschreckend“, es gebe „entsetzliche Zustände zum Teil“. Viele Häuser seien nicht mehr bewohnbar. Bei ihrem Besuch habe sie „Menschen gesehen, die alles verloren haben“. Die Stadt sei „so schwer getroffen, dass es einem wirklich die Sprache verschlägt“. Die Kanzlerin fügte hinzu: „Das einzige, was tröstet, ist die Solidarität der Menschen.“ Sie bedankte sich bei allen Helfern und Spendern. Es sei klar, „dass wir hier einen sehr langen Atem brauchen werden“, fügte die Kanzlerin hinzu. „Wir werden Sie nicht nach Kurzem vergessen“, versicherte sie.

Merkel war bereits am Wochenende in Rheinland-Pfalz  und hatte sich dort mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer ein Bild von der Lage im Hochwassergebiet rund um Adenau gemacht. Der Bundespräsident war am Samstag nach NRW gekommen: Frank-Walter Steinmeier hatte sich auf Einladung von Laschet die Situation im vom…