Pressestimmen

Nach Flut in Deutschland
Hat der Katastrophenschutz versagt? So kommentiert die Presse

Rheinland-Pfalz, Ahrweiler: Anwohner und Ladeninhaber versuchen, ihre Häuser vom Schlamm zu befreien und unbrauchbares Mobiliar nach draußen zu bringen

© Thomas Frey / DPA

Die Diskussion über den Katastrophenschutz in Deutschland nimmt fahrt auf. Das Hochwasser hat mindestens Mängel offengelegt, meinen Kommentatoren. Und warnen: Die nächste Krise wird kommen.

Nach der verheerenden Flutkatastrophe haben Politiker und Verbände davor gewarnt, zu früh mit der Aufarbeitung zu beginnen oder Schuldzuweisungen vorzunehmen. Es gehe jetzt darum, zunächst die Vorgänge um die aktuelle Flutkatastrophe genau zu analysieren, um zu sehen, ob und wo Abläufe nicht funktioniert hätten, sagte der CDU-Innenpolitiker Mathias Middelberg der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Das gelte vor allem für die Ebene der Bundesländer, denn die seien in erster Linie für den Katastrophenschutz zuständig. Vor voreiligen Schuldzuweisungen oder Reformvorschlägen warne er ausdrücklich.

Kommentatoren können sich hinter der Warnung – zum Teil – versammeln. „Doch es wäre fahrlässig, aus der Tragödie keine Lehre ziehen zu wollen“, meint etwa die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Es gäbe „Fragen, die dringend einer Antwort bedürfen“, so die „Nürnberger Nachrichten“. Der „Nordbayerische Kurier“ sieht „zu Recht“ eine Debatte über den Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aufkommen. Die Pressestimmen.

„Darauf muss ein Land wie Deutschland vorbereitet sein“

„Neue Osnabrücker Zeitung“: „Angesichts der Trümmerwüsten ist es sicherlich nicht die Zeit für Besserwisserei, populistische Klimaparolen oder gar Rücktrittsforderungen an Bundesinnenminister Horst Seehofer, wie es die Linken betreiben. Doch es wäre fahrlässig, aus der Tragödie keine Lehre ziehen zu wollen. Denn die…