Katastrophengebiete
Funklöcher – Vodafone ist offen für Roaming

Ein überfluteter Mobilfunkmast in NRW. Foto: Oliver Berg/dpa

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Wer in den Katastrophengebieten unterwegs ist, hat immer mal wieder keine Handyverbindung. Das liegt daran, dass einige Funkstationen noch inaktiv sind. Mit Antennen anderer Anbieter verbindet sich das Handy nicht.

Mit Blick auf Funklöcher in den Unwettergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat der Mobilfunkanbieter Vodafone vorgeschlagen, dass die Telekommunikationsbranche ihre Netze öffnet.

«Wir wären bereit dazu», sagte ein Vodafone-Sprecher in Düsseldorf. Das hieße, dass Kunden der Konkurrenz mit dem Vodafone-Netz verbunden würden, wenn ihr Anbieter keine funktionierenden Antennen in Reichweite hat. Für diese Netzöffnung stellte Vodafone aber eine Bedingung: «Es braucht die Zusammenarbeit aller drei Netzbetreiber, um wirksames regionales Roaming für die Menschen im Krisengebiet zu ermöglichen.»

Sprecher der anderen beiden Netzbetreiber, der Deutschen Telekom und von Telefónica (o2), äußerten sich zurückhaltend. Man stehe im Austausch mit den anderen Netzbetreibern und erörtere, «was technisch möglich und sinnvoll ist, um den Menschen vor Ort möglichst schnell zu helfen», sagte ein Telekom-Sprecher. Telefónica äußerte sich ähnlich. Priorität hat der Wiederaufbau der eigenen Anlagen – die Techniker der drei Netzbetreiber sind seit Tagen in den Katastrophengebieten unterwegs und arbeiten mit großem Einsatz an der Verbesserung ihrer Netze.

Zwischen den Firmen laufen aber auch Gespräche über das Roaming. Teilnehmerkreisen zufolge ist es aber völlig offen, ob solche Gespräche zum Erfolg führen. Von Telefónica hieß es, «die sehr komplexe und zeitlich aufwendige Implementierung» von Roaming wäre in den Katastrophengebieten «nur gemeinschaftlich durch…