Als der niederländische Filmproduzent Johan Nijenhuis sein erstes Erdbeben erlebt, ist er 16 Jahre alt und Austauschschüler in Los Angeles, Kalifornien.

„Jede Person bekam gesagt, was zu tun ist, wenn ein Erdbeben Los Angeles trifft. Alle Schülerinnen und Schüler mussten sich unter die Tische begeben. Uns wurde erklärt, wie man ein Nachbeben erspürt, was zu tun ist, wenn das Gebäude einstürzt, und wo man sich versammeln muss, um zu den Rettungskräften zu gelangen“, erzählt er im DW-Interview.

Produzent Johan Nijenhuis

Damals habe er sich gefragt, wie seine kalifornischen Freundinnen und Freunde ihr ganzes Leben in einem Erdbeben gefährdeten Gebiet leben könnten. Sie erwiderten, dass es beachtlich sei, dass sich ausgerechnet einer aus den Niederlanden so etwas frage, der aus einem Land käme, in dem ein Großteil der Landmasse unter dem Meeresspiegel liege.

„Aus ihrer Sicht sind wir die Dummen. Das Seltsame ist, dass wir nie für den Ernstfall trainieren. Ich denke, dasselbe gilt für die deutschen Städte, die aktuell betroffen sind“, so Nijenhuis mit Verweis auf die derzeitigen Überschwemmungen in weiten Teilen Westdeutschlands. „Wir haben nie wirklich darüber nachgedacht, was zu tun ist, wenn das Wasser kommt.“

Naturkatastrophen im Film

Flood (1976)

Durch heftige Regenfälle ist der Wasserstand des Stausee bei Brownsville stark angestiegen. Als ein Hubschrauberpilot durch Zufall einen Riss im Staudamm entdeckt, informiert er sofort die Stadt. Doch der Bürgermeister glaubt nicht an einen Dammbruch. Die Katastrophe ist unvermeidlich. „Flood“ war mit 2,6 Millionen Dollar die bis dato teuerste Produktion fürs US-Fernsehen.

Naturkatastrophen im Film

Waterworld (1995)

Die Polkappen sind geschmolzen, die Kontinente überflutet. Nur wenige Menschen leben noch auf künstlichen Atollen oder Booten. Natürlich gibt es auch Bösewichte: Die entführen ein Kind, weil es eine Tätowierung auf dem Rücken hat, die den Weg zur einzigen noch…