Mit Clemens J. Setz zeichne man einen „Sprachkünstler aus, der mit seinen Romanen und Erzählungen immer wieder menschliche Grenzbereiche erkundet“, teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Die „bisweilen verstörende Drastik“ des Autors „sticht ins Herz unserer Gegenwart“. Gleichzeitig verbinde er Menschenfreundlichkeit mit einem
„enzyklopädischen Wissen und einem Reichtum der poetischen und
sprachschöpferischen Imagination“.

Clemens J. Setz kam am 15. November 1982 in Graz zur Welt, wo er später Mathematik und Germanistik studierte. Er arbeitet nicht nur an eigenen Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, sondern übersetzt auch Werke aus dem Englischen. 2007 erschien sein Debütroman „Söhne und Planeten“, gefolgt 2009 von seinem zweiten Roman „Die Frequenzen“ und 2011 vom Erzählband „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“.

Im 2020 veröffentlichten Band „Die Bienen und das Unsichtbare“ schildert Setz einen Selbstversuch beim Erlernen von Hilfssprachen wie Esperanto. Seine Arbeiten wurden bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, dem Berliner Literaturpreis und dem Kleist-Preis 2020.

„Bisweilen verstörende Drastik“: Büchner-Preisträger Clemens J. Setz

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung vergibt den Georg-Büchner-Preis seit 1951 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträgerinnen und Preisträger müssen „durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten“ und „an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben“.

Der mit 50 000 Euro dotierte Preis zählt zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Die offizielle Verleihung findet am 6. November in Darmstadt statt.

Namensgeber des Preises: der Revolutionär und Dramatiker Georg Büchner

Georg-Büchner-Preis: Viele namhafte Preisträger

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