Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Menschen in den Hochwasserregionen unbürokratische Soforthilfe versprochen. Man werde alles daran setzen, »dass das Geld schnell zu den Menschen kommt«, sagte die CDU-Politikerin bei einem Besuch in der stark vom Hochwasser beschädigten Stadt Bad Münstereifel. »Ich hoffe, dass das eine Sache von Tagen ist.«

Merkel ging davon aus, dass die Wiedererrichtung der zerstörten Infrastruktur wie Straßen und Bahnstrecken sowie der Wiederaufbau der Stadt länger als ein paar Monate dauern wird. Es sei sehr klar, »dass wir hier einen sehr langen Atem brauchen werden«.

Die Kanzlerin hatte sich zunächst vom Landrat des Kreises Euskirchen, Markus Ramers, und von Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian über die Lage in Bad Münstereifel unterrichten lassen. Sie sah sich eine Halle mit gespendeten Hilfsgütern an und verschaffte sich dann bei einem Gang durch den Ort einen eigenen Eindruck. Begleitet von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sprach sie auch mit Helfern und Bürgern.

Merkel und Laschet unterstreichen Bedeutung von Warnsirenen

Merkel betonte dabei auch, dass Sirenen künftig im Katastrophenschutz Deutschlands wieder eine größere Rolle spielen könnten. »Vielleicht ist die gute alte Sirene nützlicher als man gedacht hat«, sagte sie nach dem Besuch in Bad Münstereifel. Jetzt werde genau analysiert, was beim Katastrophenschutz und den Frühwarnsystemen geklappt habe und was nicht, sagte Merkel. In der Debatte dürfe aber nicht vergessen werden: »Dies ist ein Hochwasser, wies es es lange, lange nicht gegeben hat.«

Auch Laschet äußerte sich positiv über die Bedeutung von Alarmsirenen. Lange Zeit seien diese vernachlässigt worden, weil man dachte, da es keine Kriegsgefahr mehr gebe, seien sie unnötig, sagte der CDU-Chef und Kanzlerkandidat der Union. Jetzt merke jeder, »wie vulnerabel die Gesellschaft ist, wenn der Strom plötzlich nicht mehr das ist.« Auch analoge Mittel seien künftig wieder nötig. Dies werde nun…