Das Bundesamt für Statistik meint, letzte Wahrheiten gefunden zu haben, betreibt jedoch eine Desinformationskampagne.

Wie viele Menschen sind ursächlich „an“ und wie viele Menschen sind „mit“ Corona verstorben? Diese Frage will nun das Bundesamt für Statistik (Destatis) beantwortet haben und veröffentlichte hierzu am 8. Juli 2021 eine Pressemitteilung. Weil diese Zahlen bereits eifrige Verbreiter finden und in den kommenden Debatten zur ausgerufenen Pandemie viel Platz einnehmen werden, hier eine Analyse der Zahlen, der Methodik und ihrer Aussagekraft.

Ein Kommentar von Hendrik Sodenkamp.

Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Das Bundesamt für Statistik arbeitet in der Datenerhebung anders als das Robert Koch-Institut und die Gesundheitsämter. Während diese sich auf die Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz berufen, beruhen die Zahlen von Destatis auf den Angaben in den Totenscheinen. Diese werden nach dem Tod eines jeden Menschen von einem Arzt ausgefüllt. Laut dem Bundesamt wurde hier im Jahr 2020 bei 36291 verstorbenen Menschen COVID-19 als Erkrankung vermerkt. „In 30136 Fällen war dies die Todesursache, in den anderen 6155 Fällen war es eine Begleiterkrankung“, so Destatis. In Prozentzahlen bedeute dies, dass 83 Prozent der Fälle an Corona und 17 Prozent mit Corona verstorben seien. Diese Zahl widerspricht allem, was man bis dato von Pathologen hörte.

Vorab zur Einordnung: Insgesamt sind laut diesen ersten und vorläufigen Daten von Destatis im Jahre 2020 in Deutschland…