Bundespressekonferenz
„Die Info habe ich jetzt gerade nicht im Kopf“ – Fragen zum Hochwasser überfordern Ministeriumssprecher

Auf dem Youtube-Kanal „Jung und naiv“ ist zu sehen, wie BMVI-Sprecherin Lisa Herzog und BMI-Sprecher Sascha Lawrenz kaum eine Frage zur Hochwasser-Katastrophe beantworten können

© Screenshot „Jung und naiv“ auf Youtube

In der Bundespressekonferenz wollten die Anwesenden vor allem Fragen zur Hochwasser-Katastrophe und zu Warnungen davor beantwortet bekommen. Doch das erwischte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums und ihren Kollegen von Innenministerium offenbar auf dem falschen Fuß.

In der Bundespressekonferenz am Montag drehten sich die Fragen der Journalistinnen und Journalisten vor allem um die Flutkatastrophe und darum, ob rechtzeitig vor ihr gewarnt worden war oder nicht. Das ist wenig überraschend, sollte man meinen. Für die anwesende Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) und den Sprecher des Bundesinnenministeriums (BMI) aber offenbar schon.

„Wann jetzt wer wie wo informiert wurde, da liegen mir jetzt gerade keine Informationen vor“, antwortet BMVI-Sprecherin Lisa Herzog auf die Frage nach der Schwachstelle in der Warnkette. Denn sowohl der Deutsche Wetterdienst (DWD) als auch das Europäische Hochwasser-Warnsystem (Efas) wollen deutsche Behörden rechtzeitig auf die drohende Gefahr hingewiesen haben. „Wie jetzt das europäische Warnsystem konkret mit unserem zu tun hat – muss ich jetzt zugeben – die Info habe ich jetzt gerade nicht im Kopf“, sagt Herzog und ergänzt: „Nur, weil die Information mir persönlich jetzt nicht vorliegt, heißt es nicht, dass sie nicht tatsächlich vorliegt.

Sprecherin weiß nicht, wann vor Hochwasser gewarnt wurde

Auf die konkrete Frage einer Journalistin, wann genau die Bundesregierung denn über das europäische Warnsystem erfahren habe, dass es eine dramatische Lage geben…