Sexismus im Sport
Beach-Handballerinnen wollen in Shorts spielen – Verband verpflichtet sie zu 10-Zentimeter-Höschen

Eine Beach-Handball-Spielerin und die offiziellen Kleidungsvorschriften

© Matthias Hangst / Staff, IHF-Spielregeln Beach-Handball / Getty Images

Verbände und Veranstalter von Beach-Sportarten müssen sich immer wieder rechtfertigen, weil ihre Bekleidungsvorschriften Frauen oft sexualisieren. In Männer-Teams laufen die Spieler hingegen in Shorts auf, die fast bis zum Knie reichen. Eine Beach-Handball-Veranstaltung sorgt nun für heftige Kritik.

Vom Beach-Volleyball ist die umstrittene Kleiderordnung am längsten bekannt: Frauen mussten dort lange in Bikini auflaufen, seit 2004 gab es sogar die offizielle Regelung, dass die Hosen der Frauen an der Seite nur sieben Zentimeter breit sein durften. Seit 2012 ist damit endlich Schluss, Frauen dürfen nun wie Männer auch knielange Shorts und Hemden tragen.

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In anderen Sportarten hat diese Einsicht allerdings noch nicht stattgefunden. Das mussten nun die norwegischen Beach-Handballerinnen bei der EM in Bulgarien erfahren: Vor dem Turnier hatte sich das Team dazu entschieden, in Shorts zu spielen, weil es sich in den kurzen Slips sexualisiert und unwohl fühlte. Klar war den Spielerinnen aber auch: Erlaubt ist das offiziell nicht – und es könnte eine Strafe auf sie zukommen.

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