Fragen und Antworten

Vorstoß der EU-Kommission
Höchstens 10.000 Euro? Pläne für EU-Bargeld-Limit sorgen für Ärger

Schon seit Längerem möchte die EU eine Höchstgrenze für Bargeld einführen, um vor allem Kriminellen das Leben zu erschweren

© Karl-Josef Hildenbrand / DPA

Organisierte Kriminalität, Korruption, Schwarzarbeit: Jährlich werden gewaltige Summen illegalen Ursprungs in die reguläre Wirtschaft geschleust. Ein Barzahlungslimit soll nun Geldwäsche erschweren. Antworten auf die wichtigsten Fragen zum möglichen Bargeld-Limit.

Der Kampf gegen Geldwäsche wird nach Ansicht von Experten in vielen Staaten Europas nur halbherzig geführt. Ein ganzes Bündel aus Maßnahmen soll künftig schlagkräftiger verhindern, dass Milliardenbeträge aus kriminellen Geschäften in die reguläre Wirtschaft eingespeist werden. Die EU-Kommission will eine Obergrenze von 10.000 Euro für Zahlungen mit Bargeld einführen und eine neue Überwachungsbehörde installieren. Auch Kryptowährungen wie der Bitcoin sollen stärker reglementiert werden, wie Brüssel am Dienstag mitteilte. Endgültig entschieden ist nichts, doch es gibt bereits reichlich Diskussionen – vor allem in Deutschland.

Warum schlägt die EU-Kommission eine Bargeldobergrenze vor?

Befürworter argumentieren, Kriminelle hätten es dann schwerer, die illegale Herkunft von Geldern zu verschleiern, das gelte für Terrorismusfinanzierung ebenso wie für Schwarzarbeit. Denn anders als elektronische Einzahlungen oder Überweisungen hinterlassen Bargeldgeschäfte kaum Spuren. Somit könnte eine Obergrenze für Zahlungen mit Schein und Münze kriminelle Machenschaften eindämmen. Es gehe nicht darum, Bürgern die Möglichkeit von Bargeldzahlungen zu nehmen, sondern darum, Schlupflöcher für Kriminelle zu schließen, betonte EU-Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness.

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