Die für viele Menschen wohl beste Nachricht des Tages kommt vom Deutschen Wetterdienst: Seit der Nacht gibt es keine Unwetterwarnungen mehr. Die Gefahr, dass zusätzlicher Regen die ohnehin schon überlasteten Flüsse weiter anschwellen lässt, scheint also vorerst gebannt.

Trotzdem ist die Gefahr von Hochwasser vor allem im Süden und Osten von Bayern weiter groß. Der Regen, der in den letzten Tagen dort gefallen ist, erreicht erst nach und nach die Bäche und Flüsse. In Passau beispielsweise stieg der Wasserstand der Donau noch bis in die Nacht und verharrte dann unter der Marke von 8,50 Meter, ab der die höchste Hochwasserwarnstufe gilt.

In Passau in Bayern hat die Donau ihren Höchsstand erreicht – die Menschen hoffen, dass das Wasser jetzt wieder zurückgeht.

Uferpromenade und Parkplätze entlang des Flusses waren bereits überflutet, Bewohner schützten Häuser mit Sandsäcken und Barrieren. Erst in den kommenden Tagen dürfte sich die Situation dort deutlich entspannen.

Steinbachtalsperre: Hält der Damm?

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben in vielen Orten die Aufräumarbeiten begonnen, die sich zum Teil aber sehr schwierig gestalten. Besonders kritisch bleibt die Situation an der Steinbachtalsperre nahe Euskirchen. Obwohl große Wassermengen abgepumpt wurden und auch der Ablauf der Sperre wieder freigelegt werden konnte, ist noch immer nicht klar, ob der Damm halten wird. Zuletzt floss das Wasser langsamer ab als gehofft.

Der Damm der Steinbachtalsperre bei Euskirchen. Noch immer ist nicht ganz klar, ob er hält.

Bundesinnenminister Horst Seehofer will an diesem Montag die besonders betroffenen Gebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz besuchen und sich dabei auch einen Überblick über die Lage an der Talsperre verschaffen.

Auch Situation in Erftstadt ist weiter kritisch

Die Zahl der bestätigten Todesopfer wegen der verheerenden Überflutungen in Deutschland war am Wochenende auf fast 160 gestiegen. Im Kreis Ahrweiler in…