Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist seit Jahren umstritten, nun soll es für den privaten Gebrauch endgültig verboten werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Ab wann gilt das Glyphosat-Verbot?

Das genaue Datum steht noch nicht fest. Doch wie ein Sprecher des Bundesagrarministeriums auf dpa-Anfrage mitteilt, soll das Glyphosat-Verbot für den Haus- und Gartengebrauch voraussichtlich Ende Juli, spätestens aber im August in Kraft treten. Zuvor hatte der »Tagesspiegel« über das bevorstehende Inkrafttreten der sogenannten Pflanzenschutzanwendungs-Verordnung, die die Verbote regelt, berichtet. Der Bundesrat hatte das Verbot kurz vor der Sommerpause beschlossen. Verboten wird dabei nicht der Kauf, sondern die Anwendung des Mittels – wer im Gartenschuppen also noch über Restbestände verfügt, darf sie nicht mehr verwenden.

Wer ist von dem Verbot betroffen?

Die neue Verordnung sieht eine Einschränkung von Glyphosat in mehreren Bereichen vor. So soll neben dem privaten Kontext der Einsatz auch auf Spiel- und Sportplätzen sowie in Parks untersagt werden. Verboten werden soll Glyphosat auch in Wasserschutzgebieten und vor der Ernte. Auf Acker- und Grünland wird die Anwendung des Mittels nur noch in Ausnahmefällen zulässig sein.

Die Verordnung hatte nach wochenlangem Koalitionsstreit und Konflikten mit Landwirten Ende Juni den Bundesrat passiert. Das Bundeskabinett hat sie vergangene Woche abschließend abgesegnet. Sie wird nach Angaben des Bundesagrarministeriums einen Tag nach der Verkündung in Kraft treten.

Warum gilt Glyphosat als gefährlich?

Das Unkrautvernichtungsmittel steht seit Jahren unter dem Verdacht, das Erbgut zu schädigen. Die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung hatte bereits im Jahr 2015 konstatiert, dass Glyphosat »wahrscheinlich krebserregend bei Menschen« sei. Der Entwickler und Hersteller Monsanto beteuert dagegen die Unbedenklichkeit des Mittels. Monsanto war 2018 vom Chemie-…