„Es gibt viele Probleme mit diesen Spielen, die sich als schwer nachvollziehbar erweisen“, sagte Toyotas Kommunikationschef Jun Nagata zu Reportern.“ Der Vorstandsvorsitzende Akio Toyoda, ein Enkel des Firmengründers, und auch andere Spitzenvertreter des Automobilkonzerns würden nicht an der Eröffnungszeremonie teilnehmen, so Nagata. Außerdem verzichte Toyota darauf, olympiabezogene Werbespots während der Spiele auszustrahlen. Eigentlich hatte das Unternehmen einen TV-Spot mit einigen Olympia-Startenden vorbereitet.

Toyota hatte 2015 mit dem IOC einen Sponsorenvertrag über acht Jahre geschlossen, im Wert von fast einer Milliarde Dollar. Außerdem unterstützt der Konzern rund 200 Athletinnen und Athleten, die an den Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen. Daran werde sich auch nichts ändern, sagte Toyota-Kommunikationschef Nagata.

55 Prozent Olympiagegner

Auch vier Tage vor Beginn der Spiele in Tokio bleibt die Stimmung in Japan olympiakritisch. In einer Umfrage der Zeitung „Asahi Shimbun“ bezweifelten 68 Prozent der Teilnehmenden, dass die Spiele trotz der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus „sicher und geschützt“ über die Bühne gehen werden – wie es das Internationale Olympische Komitee (IOC), die Olympia-Macher von Tokio und die japanische Regierung seit Monaten fast gebetsmühlenartig wiederholen. 55 Prozent der Befragten sprachen sich gegen die Austragung der Spiele aus, nur 33 Prozent dafür.