Sehen Sie im Video: Seehofer verteidigt Katastrophenschutz nach Kritik: „Hat sich bewährt“.

Bundesinnenminister Horst Seehofer und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet machten sich am Montag an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen persönlich ein Bild von der Lage. Seit Tagen war die Talsperre von Einsturz und Überflutung bedroht, viele Anwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Mittlerweile hat sich die Lage aber entspannt. Nach Angaben des Rhein-Sieg-Kreises hat der Pegel der Talsperre einen unkritischen Wasserstand erreicht. Damit bestehe akut keine Gefahr mehr, dass die Staumauer brechen könne. Laschet dankte den Helferinnen und Helfern für den seit Tagen andauernden Einsatz. Die Lage sei mehr als außergewöhnlich gewesen, so Laschet: „Die Experten haben uns geschildert, diese Talsperre war ausgerechnet für ein zehntausendjähriges Risiko. Und das ist überschritten worden in den letzten Tagen. Also eine Wahrscheinlichkeit, die eigentlich in dieser Größenordnung niemand für möglich gehalten hätte, dass es zum Überlauf dieser Talsperre kommt.“ Der Katastrophenschutz habe sich in der aktuellen Lage bewährt, sagte Seehofer. An dessen föderaler Struktur wolle er nicht rütteln. Zentralismus verbessere hier gar nichts, so Seehofer: „Und wir haben wieder erlebt, dass in einer solchen Stunde erstens die Menschen sehr zusammenstehen und zweitens unsere Helfer-Organisationen, Katastropheneinheiten und der Bevölkerungsschutz eine erstklassige Leistung erbringt. Wie wichtig das war, in diesem Fall, an dem wir jetzt gerade stehen, ist mir gerade erläutert worden. Und welche Katastrophe abgewendet werden konnte, in diesem Fall.“ Bei einem Kontrollflug eines Hubschraubers der Bundespolizei seien am Staudamm keine Risse festgestellt worden, hieß es. Die unterhalb der Steinbachtalsperre evakuierten Ortsteile Schweinheim, Flamersheim und Palmersheim sollen im Tagesverlauf für die Einwohner wieder zugänglich sein.