Naturkatastrophe
Flutkatastrophe trifft auch viele Unternehmen hart

Der vor einigen Jahren wegen des Tagebaus umgelegte Fluss Inde hat sich nach schweren Regenfällen ein neues Bett gegraben und strömt unkontrolliert in den Braunkohle-Tagebau Inden. ) Foto: Olaf Rossbroich/dpa

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Vom Autozulieferer ZF bis zum Kupferspezialisten Aurubis: Das Hochwasser hat auch viele Firmen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz getroffen.

Überflutete Firmengelände und stillstehende Maschinen: Die Flutkatastrophe hat auch viele Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hart getroffen.

Ein verwüstetes Werk des Autozulieferers ZF im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler steht nach Unternehmensangaben seit dem Hochwasser ebenso still wie Produktionsanlagen des Kupfer-Recyclers Aurubis in Stolberg bei Aachen. RWE musste die Förderung im Braunkohletagebau Inden unterbrechen und die Produktion in seinem Kraftwerk Weisweiler reduzieren. Das Outlet-Center Bad Münstereifel meldet auf seiner Homepage: «Auf unbestimmte Zeit geschlossen.»

Ein Sprecher des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau NRW sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag: «Es sind etliche Firmen von uns betroffen.» Firmennamen nannte er nicht.

In dem durch Hochwasser verwüsteten ZF-Werk ist nach Unternehmensangaben vorerst keine Wiederaufnahme der Produktion in Sicht. Das Ausmaß der Schäden sei nicht abzusehen, sagte ein Sprecher des Konzerns mit Hauptsitz in Friedrichshafen auf Anfrage.

In dem betroffenen Werk sind nach ZF-Angaben regulär rund 280 beschäftigt. Durch das Hochwasser seien in der Nacht zum Donnerstag unter anderem Produktions- sowie Lagerhallen geflutet worden. Das Wasser habe in dem Werk bis zu zwei Meter hoch gestanden. Von außen seien zwölf Fahrzeuge, darunter ein Wohnwagen, in die Hallen gespült worden. Das…