Er ist einer bedeutendsten deutschen Künstler, seine „Apokalyptischen Reiter“ gehören zu den Meisterwerken der Kunstgeschichte:Albrecht Dürer, 1471 geboren und 1528 gestorben, lebte er an der Schwelle vom Spätmittelalter in die frühe Neuzeit. 

Eine Zeit, die große gesellschaftlichen Umbrüche mit sich brachte: Kirche und Religion verloren immer mehr an Bedeutung. Stattdessen rückte das Individuum in den Vordergrund – auch in der Kunst. Das neue Menschenbild der Renaissance zeichnet sich in der Literatur, der Architektur und eben auch der Malerei und Bildhauerei ab. Albrecht Dürers Werkbezeugt diese großen Entwicklungen der Zeit. 

Reisen als Inspiration

Seine Heimatstadt Nürnberg war zu Dürers Lebzeiten ein Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens. Das verhalf dem Meister des Holz- und Kupferstichs zu frühem Ruhm. Ein anderer Grund: Auch der Kunstmarkt veränderte sich in dieser Zeit rasant. Dürer war finanziell sehr erfolgreich, einerseits durch eine Rente des Kaisers, andererseits durch den Verkauf seiner Bilder, zum Beispiel auf der Messe in Frankfurt. So stieg er schnell zu einem Superstar der europäischen Kunstszene auf – und das noch zu Lebzeiten.

Dürers „Feldhase“ ist weltberühmt

Eine Ausbildung zum Goldschmied verhalf ihm zu seinen herausragenden handwerklichen Fähigkeiten. In seinem Beruf lernte er, Metalloberflächen zu bearbeiten. Dieses Wissen konnte er für die Fertigung von Kupferstichen nutzen, für die er berühmt wurde. Auch damals schon: Seine Holzschnitte und Kupferstiche wurden in hoher Auflage gedruckt und verkauften sich in Deutschland und ganz Europa gut. Auf allen Werken findet sich sein Monogramm – ein Qualitätssiegel, und eine frühe Äußerung eines Urheberrechts, das so noch nicht erdacht war.

Die apokalyptischen Reiter – wie Dürer sie sah

Dürers  große Leidenschaft war das Reisen, hier fand er die Motive für seine Werke: vom Oberrhein über Italien bis in die Niederlande besuchte er andere Künstler…