Cyberkriminalität
USA, EU und Verbündete prangern Hackerangriffe Chinas an

Ein Mann trägt Handschuhe und tippt auf einer Tastatur. Foto: Nicolas Armer/dpa

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Die USA und Verbündete werfen China Cyberangriffe vor. Auch für einen Angriff auf das E-Mail-Programm von Microsoft sollen Chinas Hacker verantwortlich sein. Der Ton verschärft sich.

Die US-Regierung und mehrere Verbündete machen China für «unverantwortliche böswillige Cyberaktivitäten» wie Hackerangriffe verantwortlich.

Die Europäische Union, Großbritannien, die NATO und weitere Partner werfen dem kommunistischen China gemeinsam «bösartige Cyberaktivitäten» vor, wie das Weiße Haus am Montag erklärte. Unter anderem machen die USA China für den Angriff auf die E-Mail-Software Exchange Server vom US-Konzern Microsoft im März verantwortlich. Chinas «Muster unverantwortlichen Verhaltens» sei nicht mit Pekings Anspruch zu vereinbaren, in der Welt als verantwortungsbewusste Führungsmacht gesehen zu werden, hieß es.

Das chinesische Ministerium für Staatssicherheit (MSS) setze auch kriminelle Hacker für Cyberangriffe ein, erklärte das Weiße Haus. In einigen Fällen hätten die mit der Regierung verbundenen Hacker auch sogenannte Ransomware-Angriffe gegen Unternehmen durchgeführt, mit denen Hacker Millionen Dollar erpressen wollten. Auch der Diebstahl von geistigem Eigentums und Kryptowährungen gehöre zum Repertoire von Chinas Cyberkriminellen. Chinas Weigerung, die Aktivitäten seiner Auftragshacker zu stoppen, koste Regierung und Unternehmen wegen gestohlener Daten, Erpressungen und Gegenmaßnahmen Milliarden Dollar.

Die US-Regierung und die Verbündeten kündigten jedoch zunächst keine Konsequenzen wie Sanktionen gegen China an. US-Präsident Joe Biden wirbt bei den Verbündeten seit seiner Amtsübernahme für einen möglichst harten Kurs gegenüber China, der…