Rafael: Anderson hätte der beste Spieler der Welt werden können, „aber er aß einfach alles, was man ihm vorsetzte“

Anderson Manchester United

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Anderson gewann den Golden-Boy-Award, aber mit dem Ballon d’Or wurde es später nichts. Das lag offenbar auch an seinem Lebenswandel.

In einer Autobiographie, die er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Fabio verfasste, schrieb Rafael unter anderem über Anderson: „Wenn wir mit dem Mannschaftsbus auf der Autobahn unterwegs waren und an einer Raststätte vorbeikamen, sprang Anderson auf und schrie: ‚McDonald’s, McDonald’s. Der Kerl war verrückt, aber ich liebe ihn.“

Wenn Anderson im Rhythmus gewesen sei, „gab es in der Liga keinen besseren Spieler als ihn“, so Rafael. Der Rechtsverteidiger, heute bei Istanbul Basaksehir unter Vertrag, führte in dem vorab veröffentlichten Auszug im Mirror aus: „Wenn er gut spielte, waren wir meistens brillant. Er zog sich dann leider einige schwere Verletzungen zu und seine Ernährung wurde zum Problem. Es ist kein Zufall, dass er seine beste Form hatte, wenn viele Spiele anstanden und er nicht so viel essen konnte.“

Anderson gewann mit Manchester United die Champions League

Für Rafael ist daher klar: „Wenn er sich wie ein professioneller Fußballspieler verhalten hätte, hätte er der Beste auf der Welt sein können. Mein Eindruck ist: Ich glaube nicht, dass er jemals irgendetwas ernst genommen hatte. Er liebte einfach das leichte Leben.“

2007 war Anderson für über 30 Millionen Euro Ablöse vom FC Porto zu Manchester United gewechselt und stand für die Red Devils unter anderem beim gewonnenen Champions-League-Finale 2008 gegen den FC Chelsea auf dem Platz. Er verwandelte seinen Versuch im Elfmeterschießen. Im selben Jahr wurde er auch mit dem Golden-Boy-Award ausgezeichnet.

Anderson sei auch wegen seiner…