In diesem Jahr soll das »James-Webb“-Teleskop das Hubble Weltraumteleskop ablösen. Seit 30 Jahren hat es den Astronomen unschätzbare Dienste erwiesen und immer wieder erstaunliche Bilder geliefert. Dieses hier zeigt, was übrig bleibt, wenn ein Stern stirb. Zuerst bläht er sich auf, bis er schließlich in einer gigantischen Explosion pulverisiert wird. Dabei entsteht ein zauberhafter Nebel. Das hier ist der Cirrusnebel, einer der bekanntesten Supernova-Überreste. Er stammt von einem Stern, der etwa vor 8000 Jahren explodierte. Der gesamte Nebel hat einen Durchmesser von 110 Lichtjahren und befindet sich in etwa 2100 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Cygnus, dem Schwan. Genau genommen ist dieses Cirrusnebel-Porträt aber eine Kollage aus sechs Hubble-Bildern, die auch nur einen winzigen Teil der riesigen Struktur des Nebels abdeckt. Diese Nahaufnahme enthüllt Gasfetzen, die von dem sterbenden Stern vor seiner Selbstzerstörung ins All geblasen wurden. Er war einmal 20-mal massereicher als unsere Sonne.