Im Januar 2019 herrschte Schneechaos, im Oktober 2020 gab es verschärfte Corona-Maßnahmen wegen einer extrem gestiegenen Zahl an Infektionsfällen – und an diesem Wochenende nun hat der Landkreis Berchtesgaden, mit dem Watzmann und dem Königssee eine der bekanntesten Urlaubsregionen in Oberbayern, wie auch im Westen Deutschlands, den Katastrophenfall wegen massiver Regenfälle und Sturzfluten ausgerufen.

Das Hochwasser richtet auch in Bayern schwere Schäden an. Ein Mensch kam nach Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR) ums Leben. Heftige Regenfälle hatten am Samstagabend den Fluss Ache über die Ufer treten lassen. Einige Straßen sind überschwemmt, es kam zu Hangstürzen. Betroffen waren vor allem die Orte Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Marktschellenberg und Ramsau. Auch die legendäre Rodel- und Bobbahn am Königssee, ein weiteres Wahrzeichen der Gegend, ist ein Opfer der Naturgewalten geworden.

„Es war schlimm“

Am Nachmittag machten sich Ministerpräsident Markus Söder, die bayerischen Innen- und Umweltminister Joachim Herrmann und Staatsminister Thorsten Glauber sowie Bundesfinanzminister Olaf Scholz ein Bild von der Hochwasserlage. Auch in den Landkreisen Traunstein und Cham steigen die Pegel, erste Straßen wurden überflutet. Die Dreiflüssestadt Passau stellt sich auf hohe Wasserstände ein.

Passau wappnet sich vor dem Hochwasser

„Die Nacht gestern war schlimm. Viele Leute mussten ihre Häuser verlassen“, sagte der Berchtesgadener Pfarrer Josef Höglauer dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Lage sei immer noch angespannt, denn es werde im Landkreis Berchtesgaden noch weiterer Regen erwartet.

„Wir lassen niemanden allein“

Söder sicherte den vom Hochwasser betroffenen Menschen Hilfe und Unterstützung zu. „Wir lassen da niemanden allein, ganz sicher nicht“, sagte er bei einem Besuch mit Bundesfinanzminister Scholz in Schönau am Königssee. Unabhängig von in Aussicht gestellten Hilfen des Bundes werde man auch in Bayern überlegen,…