Auch mit dem Bund werden Gespräche geführt. »Eine Katastrophe von nationaler Tragweite braucht auch eine schnelle nationale Antwort«, sagte der Kanzlerkandidat der Union. »Daran arbeite ich unter Hochdruck mit den Kolleginnen und Kollegen in der Landes- und der Bundesregierung.« Außerdem wolle er mit den Kommunalvertretern zusammenkommen, »um zu beraten, wie wir die Finanzhilfen ausgestalten, um schnell unsere Heimat wiederaufzubauen«.

Laschet machte klar, dass die Beseitigung der Schäden ein Kraftakt wird. »Als Land tun wir alles, um jetzt die direkten Auswirkungen der Katastrophe in den Griff zu bekommen.« Die Krisenstäbe tagten rund um die Uhr. »Die Wunden dieser Tage werden wir aber noch lange spüren«, sagte der Christdemokrat. »Der Wiederaufbau wird Monate, ja Jahre dauern.«

Laschet und der Klimaschutz – jetzt doch wieder mehr Tempo

Als Konsequenz aus der Hochwasserkatastrophe fordert er mehr Vorsorge gegen Extremwetter. »Wir müssen Dämme bauen, Rückhaltebecken, Wasserreservoirs, Flächen renaturieren – Schutz nicht nur am Rhein, sondern auch an den großen und den vielen kleinen Flüssen überall im Land«, sagte Laschet. »Kurz: Natur, Umwelt, Leib und Leben schützen – quasi das Immunsystem unserer Heimat stark machen, damit wir besser gegen Wetterextreme gewappnet sind.«

Die Häufigkeit und die Wucht solcher Katastrophen seien auch eine Folge des Klimawandels, bekräftigte Laschet. »Den müssen wir hier und weltweit schneller und konsequenter bekämpfen. Das Klima gewährt keinen Aufschub.«

In der Frage des Klimaschutzes hatte Laschet in den vergangenen Tagen mehrmals seine Meinung geändert. Am Donnerstag sagte Laschet zunächst, die zunehmenden Extremwetterereignisse seien mit dem Klimawandel verbunden. »Das bedeutet, dass wir bei den Maßnahmen zum Klimaschutz mehr Tempo brauchen.« Am selben Abend verkündete er im WDR jedoch: »Weil jetzt ein solcher Tag ist, ändert man nicht die Politik.«

Jetzt tritt Laschet offenbar doch wieder…