Der belgische Regierungschef Alexander de Croo und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen besuchten die betroffenen Gebiete. In zahlreichen Gemeinden im Süden und Osten Belgiens sind Polizeibeamte und Helfer im Einsatz, um mögliche weitere Opfer zu bergen. Beide Politiker sprachen mit betroffenen Anwohnern, Notfallhelfern und örtlichen Behördenvertretern. De Croo hat für Dienstag einen nationalen Trauertag ausgerufen.

Nach tagelangem starkem Regen waren die dicht besiedelten Täler in der Maas-Region am Donnerstag überschwemmt worden. Die Wassermassen hinterließen ein Bild der Zerstörung in mehr als hundert belgischen Gemeinden.

In der besonders stark betroffenen Provinz Lüttich sind nach Angaben des nationalen Krisenzentrums die Sucharbeiten inzwischen nahezu abgeschlossen. Der Wasserstand der Maas, der an vielen Stellen gefährlich hoch geworden war, gehe nun langsam zurück.

Hochwasser in Lüttich

Der Pegelstand hatte zuvor Evakuierungen im Zentrum der Provinzhauptstadt Lüttich ausgelöst. Entgegen den Befürchtungen hielt der Deich bei der Stadt Maaseik in der Provinz Limburg den Wassermassen stand. Für die kommenden Tage sagte das Königliche Meteorologische Institut für große Teile des Landes trockenes und teils heiteres Wetter vorher.

Zunehmend Entwarnung

Im Süden der Niederlande haben die Anwohner entlang der Maas mit Sandsäcken und Schutzmaßnahmen den Kampf gegen das Hochwasser fortgesetzt. Nach Behördenangaben wird mit einem Absinken des Wassers in Roermond an diesem Sonntagmorgen und in Venlo am Sonntagabend gerechnet. Beide Städte liegen an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen.

In Venlo war am Freitag ein Krankenhaus mit 200 Patienten vorsorglich evakuiert worden. Dort und in umliegenden Orten wurden Tausende Menschen zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert. Zwar richteten die Fluten erhebliche materielle Schäden an, Berichte über Verletzte gibt es aber nicht.

Starke Überschwemmungen in Deutschlands Nachbarländern

Unterdessen riefen…