Die Generalprobe der deutschen Olympia-Fußballer für die Sommerspiele in Tokio ist fünf Minuten vor Ende wegen eines Rassismus-Eklats vorzeitig abgebrochen worden. Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bunds wurde Verteidiger Jordan Torunarigha in der Partie gegen Honduras in Wakayama von einem Gegenspieler rassistisch beleidigt, die deutsche Mannschaft verließ gemeinsam beim Stand von 1:1 das Feld.

Der letzte Test des Teams von Auswahl-Trainer Stefan Kuntz fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. „Das ist die einzig richtige Entscheidung!“, twitterte Torunarighas Club Hertha BSC über den Spielabbruch. Trainer Stefan Kuntz machte klar, dass es keine Alternative gab. 

Die Partie war über dreimal 30 Minuten angesetzt, der 23 Jahre alte Torunarigha von Hertha BSC stand sowohl im zweiten als auch im dritten Drittel auf dem Platz. Im DFB-Pokalspiel der Berliner beim FC Schalke 04 im Februar 2020 war der Abwehrspieler bereits mit Affenlauten rassistisch beleidigt worden. Der Revierclub wurde vom DFB mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro belegt.

Im einzigen Testspiel der deutschen Mannschaft vor Olympia war Honduras in den ersten 30 Minuten in Führung gegangen, der Augsburger Felix Uduokhai erzielte im letzten Drittel den Ausgleich. Kuntz nutzte die Partie bis zum Abbruch zum kräftigen Rotieren und setzte alle 18 Spieler des Kaders ein.

ml/fw (dpa, SID)