Katastrophenschutz
Sirenen alarmieren nicht flächendeckend: Künftig Warnungen per Alarm-SMS?

Die Mosel ist über die Ufer getreten und hat einen Teil der Innenstadt geflutet: Die Politik diskutiert Maßnahmen, um die Bevölkerung im Katastrophenfall effektiver zu warnen

© Sebastian Schmitt/ / Picture Alliance

Vor dem Hintergrund der Überschwemmungskatastrophe kommt die Frage nach wirksamen Warnsystemen auf. Bei den Sirenen ist die Lage unübersichtlich, ein Politiker brachte flächendeckende SMS ins Spiel.

Vor den extremen Überschwemmungen im Westen Deutschlands ist nur ein Teil der Bevölkerung mit Sirenengeheul gewarnt worden. Das liegt auch daran, dass es vielerorts gar keine oder nur noch wenige funktionsfähige Sirenen gibt. Ein von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) aufgesetztes Förderprogramm für die Länder, die für den Katastrophenschutz in Friedenszeiten die Verantwortung tragen, ist zwar geplant, aber noch nicht umgesetzt.

„Seit dem Frühjahr laufen mit den Ländern Abstimmungen zum Förderprogramm für den Aufbau und die Ertüchtigung der Sirenen“, sagte Ministeriumssprecher Steve Alter am Samstag auf Anfrage. Der Prozess sei auf der Zielgeraden.

Der Bund hatte den Ländern insgesamt 88 Millionen Euro angeboten. Die Wartungskosten für die Anlagen müssen die Länder aber selber aufbringen. Hinzu kommt, dass es aktuell keine bundesweite Übersicht gibt, wo überall Warnsirenen stehen und wo nicht.

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